St. Anna Marienstein

Die Kirche St. Anna, versteckt in einem kleinen Hof, hat eine äußerst bewegte Vergangenheit. Sie war zunächst Klosterkirche des Klosters Mariensteins, das um 1460 für sechs junge Frauen aus dem Bürgerstand gegründet wurde. Walburga Eichhorn, eine Eichstätter Färberstochter, wurde 1471 durch den Fürstbischof zur ersten Priorin ernannt. Das Kloster erlebte darauf hin gute und wirtschaftlich erfolgreiche Zeiten, lernte aber in Zeiten von Bauernkrieg und Reformation auch düstere Jahre kennen. Als Tiefpunkt plünderten und brandschatzten 1634 schwedischen Truppen das Kloster, die Nonnen fanden rechtzeitig auf der Willibaldsburg Zuflucht.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster wiederaufgebaut, das Klosterleben erblühte von Neuem und wurde erst 1806 säkularisiert und 1832 schließlich aufgelöst. Die Klosterkirche „Maria Heimsuchung“ wurde 1833 geschlossen und 1842 als Filialkirche „St. Anna“ (jetzt zur Rebdorfer Pfarrei gehörend) wieder eröffnet. Trotz eines weitgehenden Abrisses nach der Säkularisation ist die Klosteranlage mit ihrem Torbau und den Wirtschaftsgebäuden noch heute gut erkennbar.

Die ehemalige Klosterkirche um 1680:St. Anna um 1680

 

 

 

 

 

 

 

Anschrift:
Sankt Anna Marienstein
Klosterhof 5 (gegenüber Rebdorfer Str. 94)

85072 Eichstätt

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