María Cristina Kiehr & Ariel Abramovich

 

Es war die Magie der Vokalmusik aus Renaissance und Frühbarock, die María Cristina Kiehr in ihren Bann zog und sie von ihrer heißgeliebten Geige zum Gesang wechseln ließ. Aus Tandil (Argentinien) stammend studierte sie zunächst für zwei Jahre in Buenos Aires, bevor sie an die Schola Cantorum Basiliensis kam – ins Mekka ihres auserwählten Repertoires.

Unter der Anleitung ihres Lehrers René Jacobs erwarb sie dort grundlegende Fähigkeiten für jenes turbulente Leben, dem sie sich mit ihrer Entscheidung für die Musik verschrieben hatte.
María Cristina Kiehr hat das Privileg, Musik und Bühnen mit zahlreichen Weltklasse-Interpreten zu teilen, die heute als Pioniere der Alten Musik gelten – darunter Nikolaus Harnoncourt, René Jacobs, Frans Brüggen, Chiara Banchini, Philippe Herreweghe, Jordi Savall und Christophe Coin.
Als Mitinitiatorin des Deadalus Ensembles, des Vokalquartetts La Colombina und des Ensembles Concerto Soave mit Jean-Marc Aymes festigte sie ihre musikalische Identität, was ihr gleichzeitig ermöglichte, ihren Horizont in neue musikalische Richtungen zu erweitern. Dazu gehört die Uraufführung von Stücken, die teilweise ihr gewidmet sind. Momentan arbeitet sie außerdem an neuen Projekten mit dem Vihuelaspieler Ariel Abramovich (Ensemble Armonía Concertada) sowie mit den Gitarristen Pablo Márquez (klassisch) und Krishnasol Jiménez Moreno (barock).

 

Ariel Abramovich studierte Laute und Vihuela zunächst bei Hopkinson Smith an der Schola Cantorum Basiliensis und später in Frankreich bei Eugène Ferré. 1998 gründete er mit dem Countertenor José Hernández-Pastor das Duo El Cortesano, das sich der Entdeckung des spanischen Vihuela-Repertoires verschrieben hat. Ihre 2022 veröffentlichte CD ist das erste Album überhaupt, das ausschließlich Musik des Komponisten Estevan Daça enthält. Ein weiteres Album des Duos ist einem ebenfalls selten aufgeführten Vihuelaspieler gewidmet: Diego Pisador aus Salamanca.

Aus einer langjährigen Beschäftigung mit englischen Lautenliedern des 16./17. Jahrhunderts zusammen mit dem Tenor John Potter gingen die Alben „Amores Pasados" und „Secret History" (ECM) hervor, an denen auch die Sängerin Anna Maria Friman und der Lautenist Jacob Heringman beteiligt waren. Mit Heringman veröffentlichte Ariel Abramovich außerdem eine CD mit Intavolierungen für zwei Lauten („Cifras Imagnarias").
Seit 2013 widmet er sich mit der Sopranistin María Cristina Kiehr als Ensemble Armonía Concertada der iberischen Musik des 16. Jahrhunderts. Mit der Sopranistin Perrine Devillers arbeitet er derzeit an italienischem Repertoire aus dieser Zeit. Daneben ist Ariel Abramovich als Lehrer aktiv und vermittelt sein Wissen in Kursen auf der ganzen Welt.

©Foto: Pablo F. Juárez