Julien Wolfs

Julien Wolfs erlernte das Cembalospiel zunächst bei seiner Mutter Marie-Anne Dachy und studierte später bei Menno van Delft (Conservatorium van Amsterdam) sowie Françoise Lengellé und Dirk Börner (CNSMD de Lyon).
Er war zweimal erster Preisträger des Alte-Musik-Wettbewerbs in Brügge: 2007 als Cembalo-Solist und 2009 mit dem Ensemble Les Timbres. Beim Premio Bonporti erhielt er den Preis für die beste Basso-continuo-Interpretation

Als Solist und Kammermusiker tritt er in ganz Europa und Japan auf, unter anderem mit Les Timbres, dem Ricercar Consort (Philippe Pierlot), Lingua Franca, der Flötistin Stefanie Troffaes und For two to play.
Unter seinen zahlreichen Aufnahmen sind besonders die Pièces de Clavecin en Concerts (Jean-Philippe Rameau), Les Concerts Royaux (François Couperin) und die Sonaten Opus 1 & 2 von Dietrich Buxtehude mit Les Timbres hervorzuheben, die alle drei mit einem Diapason d'Or ausgezeichnet wurden. Auch mit seiner Aufnahme der Sonaten für Traversflöte und Cembalo von Johann Sebastian Bach zusammen mit Stefanie Troffaes sowie mit seiner Solo-CD, die Johann Jakob Froberger gewidmet ist, reiht er sich in die Liga der großen Musiker ein.
Seine Leidenschaft gilt dem Cembalobau, den er in der Werkstatt seines Vaters Jean-Luc Wolfs-Dachy erlernte. Außerdem beschäftigt er sich intensiv mit historischen Stimmungen. Mit Unterstützung der Fondation de France veröffentlichte er ein Stimm-Lehrbuch, das bei éditions Delatour erschienen ist.
Julien Wolfs unterrichtet am CRR du Grand Besançon und an der ESM de Bourgogne-Franche-Comté.